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Niedecken schreibt Rockoper über Kohl
Es war in den letzten Jahren still geworden um Wolfram Niedecken, den legendären Frontmann der kölnischen Rockgruppe BAP. Eine schwere Zeit für die Fans, denn außer einem Fitness-Video (zusammen mit Ute Lemper und Harald Juhnke) gab es seit 'Luxus' kein Lebenszeichen mehr von ihm. "Ich bin wieder da", mit diesen Worten meldete sich Niedecken nun in einem Exklusiv-Interview für Explosiv Weekend zurück. Und er hat viel vor: So soll bereits in den nächsten Monaten ein Buch mit seinen besten BILD-Kommentaren sowie die CD 'Zins-Jedöngel' mit Songs gegen die wachsende Staatsverschuldung erscheinen. Das opus magnus des Rockbarden sprengt alles, was man aus dem deutschen Popbereich gewohnt war: Unter dem Arbeitstitel 'Kanzler der Einheit' schreibt Niedecken an einer monumentalen Rockoper über Helmut Kohl. Diese soll auf dem nächsten Arbeitstreffen der Jungen Union Rheinland uraufgeführt werden, bevor sie dann ihre dauernde Bleibe in einem eigens dazu errichteten Freizeitpark in Bergheim findet.
Zum Inhalt der Rockoper will der BAP-Sänger noch nichts verraten. Musikalisch, so lässt er durchblicken, soll aber eine große Palette von Stilen abgedeckt werden. Diese reicht vom Reggae 'Geistig-moralische Wende' bis hin zu harten Grunge-Stücken wie 'Soli-Zuschlag'.
Eingefleischte BAP-Fans wird die Hommage an Helmut Kohl vielleicht irritieren. Niedecken besteht aber darauf, sich treugeblieben zu sein. "Seit meiner Schulzeit unterstütze ich die CDU. Vielleicht liegt es ja an meinem undeutlichen Gesang, dass das keiner gemerkt hat. 'Verdampt lang her' habe ich zum Beispiel auf einer Klassenfahrt zum Grab von Konrad Adenauer geschrieben."
Auch
ein anderen Missverständnis klärt Niedecken auf: "Alle
denken immer, ich singe Kölsch. Ich habe zwar mal einen Kursus in
der Volkshochschule gemacht, aber mein eigentlicher Dialekt ist Sächsisch,
wo meine Eltern herstammen. Schon deshalb bin ich Helmut Kohl für
den Anschluss der Zone sehr dankbar."
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