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Öko-Auto
fährt mit Wasser
Auf Wasser gefahren: Das neue Öko-Auto
Was
Wissenschaftlern über Jahrzehnte Kopfzerbrechen bereitete, scheint
an der Fachhochschule Bad Münstereifel einer studentischen Arbeitsgruppe
im Fachbereich ökologischer Maschinenbau gelungen zu sein: ein Auto,
das mit Wasser fährt.
Dabei ist
das Prinzip ganz einfach. 'Also, wir nageln drei mit Wasser gefüllte
Ein-Liter-Flaschen auf die Motorhaube', erläutert einer der jungen
Erfinder die Funktionsweise. "Und in den Schraubverschluss bohren
wir oben ein kleines Loch. Wenn mensch auf einem Hügel losfährt,
dann wird das Auto von der Masse des Wassers beschleunigt. Gleichzeitig
läuft aber auch das Wasser aus, so dass der Schwung nicht abgebremst
wird, wenn mensch wieder bergauffährt. Oben brauchen wir dann nur
noch eine Wassertankstelle, um die Flaschen wieder aufzufüllen."
Anlässlich
einer Probefahrt mit dem Öko-Auto versprach NRW-Bildungsministerin
ANJA BRUNN großzügige Unterstützung. So soll, um den Wissenschaftsstandort
Eifel zu sichern, ein eigenes Forschungsinstitut 'Öko-Auto 2000'
gestiftet werden, dessen 10 neugeschaffene C5-Stellen zu gleichen Teilen
unter Bewerbern und Bewerberinnen ausgelost werden. Darüber hinaus
kündigte die Ministerin eine Investitions-Initiative des Landes unter
dem Motto 'Unsere Zukunft liegt im Wasser' an.
Allerdings
gibt es noch einige kleinere Probleme. "Erstens braucht das Öko-Auto
momentan noch einen konventionellen Motor um beim Bergauffahren nachzuhelfen",
so merkt eine Studentin an. "Was uns aber größere Sorgen
macht, ist, dass die Flaschen mit den durchstochenen Schraubverschlüssen
nicht so gut recyclet werden können." Und einer ihrer Kommilitonen
ergänzt: "Außerdem wird das der Großindustrie nicht
schmecken, dass sie bald gar nicht mehr Dritte-Welt-Länder wie Bahrain,
Kuweit oder Saudi-Arabien ausbeuten kann."
HENNING HELMHUSEN
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