Knut ermordet
Schock für alle Freunde des kuscheligen Eisbär-Babys im Berliner Zoo: Knut wurde heute morgen tot in seinem Gehege aufgefunden. Der Tierpfleger des Bären: „Zuerst dachte ich, Knut schläft, doch dann sah ich den Blutfleck an Knuts Hals.“ Die sofort herbeigerufene Polizei fand in der Nähe des Geheges einen Bekennerbrief. Nach einer Pressemitteilung der Berliner Polizei haben sich radikale Tiergegner zu der Tat bekannt.
Gezeichnet ist der Bekennerbrief von einer bislang unbekannten Gruppe, einer Abspaltung der radikalen Tierschützer von PETA. Die Gruppe schließt sowohl Menschen als auch Raubtiere vom Gattungsbegriff der Tiere aus und sagen beiden Gattungen den Kampf an. Tiere, die andere Tiere jagen und töten, handelten „unethisch“ und „untierisch“ und hätten deshalb auf unserem Planeten nichts zu suchen. Zunächst einmal will man gezielt gegen junge Zooraubtiere vorgehen, „bevor diese erwachsen werden und immer mehr unschuldige Tiere zum Fraß vorgesetzt bekommen“.
Der Jülicher Zoo hat indes gestern die Geburt von Vogelspinne „Kurt“ bekanntgegeben. Das kleine krabbelige Wollknäuel hat bereits Tausende von Besuchern in den kleinen rechtsrheinischen Zoo gelockt, der völlig aus den Nähten zu platzen droht. „Kurt“ wiegt 30 Gramm und ist bei ausgestreckten Füßchen 7 cm lang. Da der Platz vor dem Terrarium nicht ausreicht, hat die Zooverwaltung eine Großbildleinwand installiert, auf die live Kurt-Aufnahmen aus dem Spinnenbecken projiziert werden. Da unklar ist, ob die radikalen Raubtiergegner Vogelspinnen zu den Raubtieren zählen, hat der Jülicher Zoo zwei Personenschützer engagiert, die “Kurt” rund um die Uhr bewachen.