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| Mutierte Killerbirken mit tödlichen Pollen In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Pollenallergiker in Deutschland um fünfzig Prozent gewachsen, ohne dass Mediziner dafür eine triftige Ursache finden konnten. Wissenschaftler des Forschungszentrums Linnich haben die Allergieverursacher näher unter die Lupe genommen und sind jetzt zu einem alarmierenden Befund gekommen: Fast alle neuen Pollenallergiker reagieren auf Birke. Und mehr noch: Die Birkenpollen sind in den letzten Jahren um ein vielfaches aggressiver geworden. Hatten Birkenopfer früher meistens nur mit etwas Heuschnupfen und tränenden Augen zu tun, so mehren sich heute Asthma und bleibende Lungenschäden. Man schätzt, dass in dieser Birkensaison Mitte April bis Mitte Mai bereits 2000 Menschen in Deutschland an Lungenversagen infolge einer Birken-Allergie gestorben sind. Bereits 4 bis 5 Millionen Deutsche sind bereits Birken-Allergiker. Auch in unseren Nachbarländern sieht es nicht viel besser aus, besonders in den Niederlanden und in Polen sieht jeder vierte dem Frühling mit Schrecken entgegen. Als Ursache für die immer aggressiveren Birkenpollen wird eine Mutation verantwortlich gemacht. Besonders junge Birken scheiden eine veränderte Pollenvariante aus, die vom menschlichen Immunsystem als gefährlicher Eindringling eingestuft und mit den bekannten Reaktionen zu bekämpfen versucht wird. Auch langjährige Allergie-Therapien greifen hier nicht mehr. Inzwischen fordern immer mehr Bürgerinitiativen gerade in städtischen Gegenden ein Einschreiten der Behörden. Zumindest die jungen Birken sollten allesamt gefällt und unschädlich gemacht werden. Umweltschützer und Grüne wehren sich noch gegen diese Radikalkur, da auf den Birken Amseln und Spatzen nisten und eine Störung des ökologischen Gleichgewichts bei Bäumen befürchtet wird. 28.05.2004 |
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