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Der
neue Papst
oder: Freudsche Versprecher, die Geschichte machten.
Folge 1
Vor dem Petersdom die Menge
Frommer Christen schweigend steht,
Und manch einer im Gedränge
Murmelt innig ein Gebet.
Endlich
schwebt ein weisser Rauch
Hoch im Himmelsblau verloren.
Dieser zeigt nach altem Brauch,
Dass ein neuer Papst erkoren.
Wenig
später aber schon
Auf der Loggia erscheinen
Papst und höchster Diakon.
Alle jubeln, alle weinen!
Und
des Domes hohe Pforte
Strahlt im Abendsonnenlicht,
Als der Diakon die Worte
"Habemus Papam" leise spricht.
Aus
der Loggia Hintergrunde
Tritt der Pontifex hervor.
Zu ihm schaun mit offnem Munde
All die Gläubigen empor.
Keiner
wagt sich mehr zu regen,
Alle stehen wie erstarrt.
Auf des Papstes ersten Segen
Atemlos die Menge harrt.
Jeder
auf dem Platze schaut
Hoffnungvoll zum würdgen Greise.
Endlich sagt er hell und laut:
"Urbi et masturbi - ... Scheisse!"
Christoph
Leuenberger
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Muckenichs
letzte Worte zu Papst Leo
| Kommt
der 1-Cent-Job? |
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von
Lothar Peppel. Kurz nach Einführung des 1-Euro-Jobs
werden in der deutschen Wirtschaft die Rufe nach einem 1-Cent-Job
immer lauter. Der Arbeitgeberpräsident Hundt rechtfertigte
dies in der aktuellen Ausgabe des Heftes "Die
Landse" mit folgenden Worten: "Die Gängelei
der deutschen Wirtschaft durch Gewerkschaften und Betriebsräte
muss aufhören! Wer sich gegen 1-Cent-Jobs stellt, gefährdet
deutsche Arbeitsplätze. Wir haben Studien in Auftrag
gegeben, die eindeutig beweisen, sollte es Leben auf dem Mars
geben, so können selbst chinesische Arbeitnehmer einpacken."
Und in Richtung Gewerkschaften: "Wer 1-Euro-Jobs fordert,
treibt die Firmen in den Ruin!"
Die
Reaktionen der Berliner Bundestagsparteien waren zwiespältig.
So gab Wirtschaftsminister Clement folgendes Statement ab:
"Wir, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, lehnen
1-Cent-Jobs natürlich ab. Jedenfalls in der Politik."
Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hingegen zeigte sich den
Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen. Wörtlich:
"Wenn man bedenkt, schon nach 1,9 Millionen Arbeitsstunden
kann sich ein 1-Cent-Jobber einen VW-Golf kaufen. Und das
ist doch gut für die Konjunktur, oder?"
Guido Westerwelle von der FDP riet hingegen zur Beruhigung.
So gab er gegenüber gpa an: "Ich
verstehe die ganze Aufregung nicht. Mein Freund macht's sogar
für ganz umsonst!" Auch die GRÜNEN gaben sich
optimistisch. "Wir unterstützen jede Initiative,
die den deutschen Bundesbürger dazu bringt, mehr Sprit
zu sparen", so GRÜNEN-Vize Claudia
Roth.
Auch
Betroffene waren geteilter Meinung. So der Berliner Walter
K.: "Ich bin seit 1953 arbeitslos. Langsam resigniere
ich." Oder die ebenfalls arbeitslose, halbseitig gelähmte
Handschuhfachverkäuferin Ulrike S.: "Es wird zwar
knapp, aber ich hoffe, es bleibt noch was für die Riesterrente
übrig. Man muss ja auch an später denken."
Doch
ob die Einführung von 1-Cent-Jobs die Wende am Arbeitsmarkt
bringen würde, bleibt zweifelhaft. Sollte dies nicht
gelingen, so Insider, will die Bundesbank noch einen Trumpf
ausspielen. Dann wird sie spätestens nach einem Sieg
der CDU bei den nächsten Bundestagswahlen 1/2-Cent-Münzen
prägen lassen.
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| Welcher
Teufel reitet Papa Ratzi? |
Rom. Wie
gpa soeben vermeldet, ist der Papst
heute einen Tag nach Einnahme der Polen-Position aus der Kirche
ausgetreten. Der Papst begründete seinen doch etwas überraschenden
Schritt mit einem persönlichen Schreiben an die Christen
in aller Welt. Hier das Statement des Papstes:
Liebe
Gemeinde,
Ich habe die Schnauze voll. Einen Tag lang war war ich die
Tippse vom großen Boss. Doch nie, nie ein Wort des
Lobes, ja, ich habe ihn nicht mal zu Gesicht bekommen. Und
dann die doofen Klamotten. Ist doch nicht normal, dass ein
Mann in meinem Alter in Frauensachen rumrennt. Ich will
einfach mal 'ne ausgebeulte Jogginghose tragen. Ich will
bescheuerte Shirts mit billigen Sprüchen auf meiner
Haut. Ich will Springerstiefel und Basecap.
Und außerdem, ich bin nun in dem Alter, in dem man
sich entscheiden muss, fange ich nochmal was Neues an, oder
versaure ich im Vatikan. Und ich habe mich für einen
Neuanfang entschieden. Jobben geh ich erst mal nicht. Ich
habe mir ein wenig Kohle zurückgelegt. Ist ja niemandem
aufgefallen, dass der Sammelteller immer leer war, wenn
ich ihn weitergegeben habe.
Ich will Bungeejumping und Brustwarzenpiercing. Ich will
mal auf'n Black-Metal-Konzert. Der billige Meßwein
hängt mir zum Halse raus. Ich will 'nen Sixpack Bier
zum Frühstück. Und zum Mittag. Ich will keine
Oblaten. Ich will FLEISCH. Apropo FLEISCH. Ich will schmutzigen
Sex. Also das, was jeder andere Priester auch hat. Ich will
einfach nur leben.
Party on!
Euer Benny
PS:
Würde das Papamobile gern gegen ein Trike eintauschen.
Angebote bitte an folgende Emailadresse: jungfrau@vatikan.god"
Hohe
Kirchenvertreter waren noch zu keiner Stellungnahme bereit.
Intern wurde aber auf Kündigungsfristen verwiesen.
Katholische Würdenträger bedauerten außerdem,
dass Verbrennungen von Ketzern wegen der hohen Umweltauflagen
nicht gestattet seien. Aber eine Kreuzigung des Papstes
sei nicht ausgeschlossen.
Lothar
Peppel
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| Sensationell:
Bersteinzimmer entdeckt! |
| Eines
der wohl letzten großen Rätsel Nachkriegsdeutschlands
steht wahrscheinlich kurz vor der Lösung. Und wie bei
jeder großen Entdeckung, hatte auch hier der Zufall
seine Hand im Spiel. Zum Glück, sagen wir. Hier der druckfrische
Tatsachenbericht unseres redaktionellen Mitgliedes Lothar
Peppel:
Es war letzten Donnerstag, so gegen Zehn Uhr. Ich betrat wie
jeden Morgen mein Stammlokal um Frühstück zu trinken.
Der junge Mann an der Theke fiel mir sofort auf. Er passte
hier irgendwie nicht hinein. Er war sauber und gepflegt. Seinen
Kopf hatte er auf die Arme gelegt. Und man vernahm ein leises
Schluchzen. Ich konnte Männer noch nie weinen sehen.
Und so setzte ich mich neben ihn, um ihn zu trösten.
Ich:
Na, na. Geht doch alles wieder vorbei. Ist doch nur halb so
schlimm.
Er:
(schluchzend) Uuuhhuuhu, uhuh, Gro..., uhuhu, ...ater, uhuu,
...ernstein, huhuhu, ...immer, uhuhu... .
Ich:
Haben Sie Bernsteinzimmer gesagt?
Er:
Uhuhu, ja, uhuh, ...Bernstein..., uhu, ...zimmer.
Ich:
(verlogen) Na, jetzt reden Sie sich doch mal alles vom Herzen.
Das hilft.
Er:
(sich schnäuzend) Es war im letzten Jahr. Großvater
lag seit 13 Jahren auf dem Totenbett und ich saß jeden
Sonntag drei Stunden auf seinen zittrigen Knie um mir seine
letzten Worte anzuhören. Und an einem besonders schönen
Sonntag starb er ja dann auch äußerst unerwartet.
Und wissen Sie, was er mir zuletzt sagte?
Ich:
(ehrlich) Nein.
Er:
Er sagte, Junge, ich habe Euch ganz schön angeschmiert.
Ich war gar kein Widerstandskämpfer. Das Tattoo auf meinem
linken Hoden zeigt auch nicht die Geschwister Scholl. Nein,
es ist ein Porträt vom Führer mit seinem Schäferhund.
Ich habe nur den Bart weglasern lassen. Jetzt mach die Ohren
auf, Junge. Das ist mein Vermächtnis an Dich. Ich weiß
wo das Bernsteinzimmer ist. Jawohl, ich war dabei, als wir
es zu Schlüsselanhängern gemacht haben. Jawohl!
Wir haben das ganze verdammte Zimmer zerschnitten und zu Schlüsselanhängern
gemacht. Genau 130.000 Stück. Und die haben wir an Ferrero
verkauft. Und die Trottel haben sie in die Überraschungseier
gesteckt. In jedem siebten Ei, ist einer mit dabei. Ha!
Also, Junge, wenn Du 910.000 Ü-Eier kaufst, hast Du das
ganze Zimmer theoretisch zusammen. Ach so, noch ein kleines
Problem. Die Teile sind durchnummeriert. Und den Bauplan,
um die ganzen Teile wieder zusammen zu fummeln, hat sich der
dicke Göring in den Weisheitszahn eingravieren lassen.
Also, mein Junge, die Schaufel steht im Schuppen. Nein, Du
Trottel, nicht um Görings Zahn auszubuddeln. Du sollst
mein Grab schaufeln. Ich glaub' es geht zu En... .
Uhuuhu, Großvater, uhuhuhu... .
Ich
zahlte sofort und ging in den nächsten Supermarkt um
500 Überraschungseier zu kaufen. Nun stehen auf meinem
Fernseher 72 Sammelfiguren und ich stehe bis zu den Knien
in Kleinteilen, Staniol und Schokoladeneihälften. Schlüsselanhänger
aus Bernstein habe ich allerdings nicht gefunden. Im Nachhinein
bin ich mir auch nicht sicher, ob das Schluchzen ein Schluchzen
war. Kritisch betrachtet war es wohl eher ein unterdrücktes
Lachen. Und überhaupt, die ganze Story scheint mir nicht
wasserdicht zu sein. Hitlers Hund hatte doch gar keinen Bart,
oder?
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Gestern
in :
Machen wir unsere Erde kaputt? |
| Kinder,
Kinder |
Der
Bundesrepublik fehlt der Nachwuchs. Und so gestalten sich
die Sorgen der Landesversicherungsanstalten von Tag zu Tag
größer und problematischer. In einer heute einberufenen
Pressekonferenz wies der Sprecher der LVA nochmals eindringlich
auf die Problematik der Überalterung unserer Gesellschaft
hin. Waren es vor 20 Jahren noch 4 Arbeitnehmer, die mit
ihren Beiträgen in die Sozialkassen einen Rentner finanzierten,
so wird das Verhältnis in wenigen Jahren auf 1:1 geschrumpft
sein. Schon jetzt stapeln sich in den Behörden die
Anträge besorgter Arbeitnehmer, die darauf zielen,
einen möglichst alten und siechen Rentner zugeteilt
zu bekommen.
Auch in der Bundespolitik ist man sich der Problematik bewusst.
So besteht die Opposition, insbesondere die CSU darauf,
das Mutterverdienstkreuz wieder einzuführen. Die Regierungsparteien
haben dagegen den Vorschlag gemacht, Inzucht und Vergewaltigung
nicht mehr unter Strafe zu stellen. Ein Einspruch des wissenschaftlichen
Beirates, Inzucht trage das Risiko von Geisteskrankheiten
in sich, wies der Regierungssprecher barsch zurück.
Sein Kommentar: „Auch heute zahlen nur Idioten in
die Sozialkassen ein."
Guido Westerwelle von der FDP verwies auf die Problematik
von unerfüllten Kinderwünschen. Sein Lebenspartner
und er hätten sich für Nachwuchs entschieden,
doch bis jetzt habe es nicht geklappt.
Die Katholische Kirche hingegen sprach sich dafür aus,
die Antibabypille durch Placebos zu ersetzen. Dies würde
auch die Gewissen der Priesterseminarteilnehmer entlasten,
die bis jetzt am Rande der Legalität agieren, indem
sie in Schleckerdrogeriemärkten jeweils zweimal die
Woche Kondompackungen mit Stecknadeln perforieren.
Anregungen, das Kindergeld als Anreiz zu erhöhen, wurden
von der Regierung zurückgewiesen. Finanzminister Eichel
verwahrte sich dagegen, dass die Deutschen Männer ihren
Spaß haben und der Staat auch noch dafür zahlen
solle. Die Überlegung auf Geschlechtsverkehr Vergnügungssteuer
zu erheben, ließ der Finanzminister dagegen unkommentiert.
Ein allerletztes Mittel, so erfuhren wir aus gut informierten
Kreisen, sehe die LVA darin, dem Trinkwasser größere
Mengen Viagra beizumengen.
Wenn das so ist, so Guido Westerwelle von der FDP, schicke
ich meinen Freund schon mal in die Apotheke einen Schwangerschaftstest
holen.
Lothar
Peppel
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| Frau
des Tages |
Sappho
Hagen (24) ist Chefredakteuse des lesbischen Journals "Klatschmohn".
Als persönliches Opfer für den Generationenvertrag
würde sie alles geben, um ein Kind zu generieren. "Nur
Kerle kommen mir nicht in die Kiste", so die kratzbürstige
Männergegnerin. |
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