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the Road, Che
Das
gerechte Orchester
Untergang
für Adi-Film "Der Untergang"
Der
Staat - Ein Film von Night D. Shyallamian
Henning
Helmhusen: Freibier für alle
Henryk
M. Broder:
Burka mit Klimaanlage
Skandaltheater
nach "XXX": Alle Dämme gebrochen
Al-Qaida-Parodie
von Bully Herbig
Schwarze
Weihnachten
Global
denken, beschränkt handeln (Bummelmann)
Was
sind eigentlich Reformen? (Kurzdrama)
Krieg
ist echt uncool (von Marco "Che" Bummelmann)
Der
Gustloff-Photo-Award 2004
Julius
Stettenheim: Nieder das Kapital (1896)
Öffentlich-Rechtliche
machen mobil
"Krieg
im Supermarkt" von Goren Albahari
Auszüge
aus dem Roman "Die Säulenhalle"
Satire
aus dem 19. Jahrhundert
Stephan
Franke: Verschiedene Tote
Wer
war Karl Gustloff?
Neander
Thälmanns Film "Herr Hohmann"
Ein
Spekulant. Novelle von Julius Weil (1887)
Fälle
eklatanten Marktversagens
Renaissance
des guten Tons (Julius Stettenheim)
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Wir
sind Kaiser
Deutschland
im Spätsommer 2005. Die Straßen Berlins sind
festlich geschmückt Fahnen mit dem Konterfei
des neuen Regenten hängen aus den Fenstern, Fähnchen
schwenkende Menschen säumen die Fahrbahn, Kinder mit
Blumensträußen an vorderster Front. Jubel bricht
aus, als die Fahrzeugkolonne anrollt.
Huldvoll winken der Machthaber und seine Gattin ihrem Volk
aus dem offenen Wagen zu. Kaum sichtbares Panzerglas schützt
sie vor allzu heftigen
Sympathiebekundungen. Am Brandenburger Tor stoppt die Kolonne.
Ein große Bühne ist direkt darunter aufgebaut.
Nach dem Verlassen des Fahrzeugs beugt das Staatsoberhaupt
sich hinunter zu einem blond bezopften Mädchen, hebt
es hoch und küsst es auf die Wange. Die Wange ist ganz
rot, als endlich alle Fotografen ihr Bild haben. Der Regent
schreitet die Stufen zum Rednerpult empor. Die Gattin hält
sich dezent im Hintergrund.
"Hier an dieser Stelle, die noch vor nicht allzu langer
Zeit die Brüder und Schwestern in unserem Land durch
eine unüberwindlich scheinende Mauer trennte. Hier
an diesem Ort, an dem sie sich schließlich nach jahrzehntelanger
Trennung jubelnd in die Arme fielen, will ich den Festakt
zur Vollendung unserer inneren Einheit vollziehen. Den Menschen,
die mir ihr Vertrauen geschenkt haben Ihnen, meine
Damen und Herren , danken. Danken,
dass Sie mich durch die Ernennung in mein Amt in die Lage
versetzt haben, unserem wunderbaren Land das zurückzugeben,
was es so lange entbehrenmusste: Eine starke Führung.
Ja,
ich gestehe Ihnen ganz offen, dass ich Bedenken hatte, ob
ich dieser großen Verantwortung gewachsen sei. Doch
die verzweifelten Hilferufe, die mich aus Regierungskreisen
erreichten, erschütterten mich zutiefst. Konnte ich
diese Last jemand anderen tragen lassen? Gar auf die Schultern
einer schwachen Frau laden? Oder auf Sie, verehrte Bürgerinnen
und Bürger? Nein! Wie könnte ich vor Gott, den
Allmächtigen treten, wenn er mich zu seinem Werkzeug
auserkoren hat und ich mich verweigerte? Drum, liebe Menschen
und Mitmenschen, seien Sie versichert, dass ich alles in
meiner Macht stehende tun werde, um Sie in Zukunft vor unnötigen
Belastungen durch Partizipation am politischen Geschehen
zu befreien. Ich verspreche Ihnen hier und heute: Nie wieder
Wahlen!"
Die Menge jubelt, die wild geschwenkten Fähnchen knattern
wie Maschinengewehre, die Kinder werfen ihre Blumensträuße
in die Luft.
© Susanne Henke
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