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AKTUELL
Hit
the Road, Che
Das
gerechte Orchester
Untergang
für Adi-Film "Der Untergang"
Der
Staat - Ein Film von Night D. Shyallamian
Henning
Helmhusen: Freibier für alle
Henryk
M. Broder:
Burka mit Klimaanlage
Skandaltheater
nach "XXX": Alle Dämme gebrochen
Al-Qaida-Parodie
von Bully Herbig
Schwarze
Weihnachten
Global
denken, beschränkt handeln (Bummelmann)
Was
sind eigentlich Reformen? (Kurzdrama)
Krieg
ist echt uncool (von Marco "Che" Bummelmann)
Der
Gustloff-Photo-Award 2004
Julius
Stettenheim: Nieder das Kapital (1896)
Öffentlich-Rechtliche
machen mobil
"Krieg
im Supermarkt" von Goren Albahari
Auszüge
aus dem Roman "Die Säulenhalle"
Satire
aus dem 19. Jahrhundert
Stephan
Franke: Verschiedene Tote
Wer
war Karl Gustloff?
Neander
Thälmanns Film "Herr Hohmann"
Ein
Spekulant. Novelle von Julius Weil (1887)
Fälle
eklatanten Marktversagens
Renaissance
des guten Tons (Julius Stettenheim)
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Das
Imperium schlägt zurück
Öffentlich-rechtliche
Sender machen mobil
Von Henning Helmhusen
Um die öffentlich-rechtlichen Sender war es nach einer
Reihe von Fehlschlägen etwas still geworden. Zuerst verklagte
sie ein Epileptiker wegen der viel zu schnell laufenden Börsenkursticker,
dann musste die von Lea Rosh angestoßene Konkurrenz
zum "Girls Camp", bei der Kandidaten in einem Ferienkomplex
Konzentrationsübungen ausführen sollten, wegen des
missverständlichen Namens zurückgezogen werden.
Und schließlich führte die groß angelegte
Kampagne der dritten Programme unter dem Motto "Mit den
Dritten sieht man alt aus!" nicht zu der gewünschten
Imageverbesserung.
Doch nun holen die Öffentlich-Rechtlichen zur Offensive
gegen die Privaten aus. Den Anfang macht der WDR mit der Lindenstraße
als Daily-Soap. "Nur so", erklärt der zuständige
Redakteur: "können wir schnell genug auf aktuelle
Entwicklungen reagieren. Draußen nieselt es, in der
Lindenstraße gibt es am selben Tag eine Überschwemmung.
Die Sonne scheint, in der Lindenstraße sterben die Menschen
an Hautkrebs und Hitzschlag."
Aber auch MTV und VIVA haben bald nichts mehr zu lachen, denn
demnächst geht ein neuer Musiksender an den Start, der
die jungen Zuschauer zurückgewinnen soll. Im Programm
sind Wiederholungen der knorkesten Shows von Peter Frankenfeld,
Beat Club mit Uschi Nerke und ein bunter Reigen von Spartensendungen
wie "Top of the Volksmusik", "Großer
Preis der Volksmusik", "Die besten Lieder der Volksmusik",
"Hitparade der Volksmusik", "Grand Prix der
Volksmusik", "Die große Volksmusikparade"
und "Die Volksmusik-Charts mit Mola".
Aber den größten Trumpf hat das Mainzer ZDF in
der Hinterhand. Unter der Schirmherrschaft von Kurt Beck geht
dort ab September eine neue Show an den Start: Politstars.
In Hunderten von deutschen Städten werden dazu Castings
stattfinden, um Schulabbrechern eine Perspektive in der Politik
zu eröffnen. Nur die besten kommen weiter. Dafür
sorgt eine hochkarätige Jury mit Ursula Engelen-Kefer,
Günter Grass, Landesbischöfin Maria Jepsen und Wolfgang
Niedecken. Die Sieger werden schließlich rechtzeitig
zur nächsten Bundestagswahl eine eigene Partei, die "No
Anarchists", gründen und eine Cover-Version des
Beatles-Klassikers "Taxman" aufnehmen.
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