Kurze
Gedanken sehr am Rande der Frankfurter Buchmesse
Von
Henning Helmhusen
I.
Die
Dame am Nachbartisch rätselte wohl, wen sie da in diesen
Tagen schreibend in der Kneipe vor sich hat. Nein, ich habe
zwar auch starke Augenbrauen, aber ich bin trotzdem nicht
Martin Walser
II.
Warum
es so wenig arabische Dichter gibt? Einfach! Sie schreiben
falsch rum, so dass sie immer mit dem Ende der Geschichte
anfangen müssen und gleich die Pointe verraten.
III.
Das
Buch ist ein Kulturgut, für dessen Erhaltung wir uns
einsetzen müssen. Ich werde meinen Teil dazu beitragen
und noch heute abend eine Petition ins World Wide Web stellen.
IV.
Mit
einer Motorradeskorte in einem abgedunkelten Mercedes wird
jemand zur Buchmesse gefahren. Der Bauarbeiter am Straßenrand
sagt zu seinem Kollegen: "Mensch, ich glaub das war Goethe."
So ein Blödsinn: Goethe war Geheimrat, der würde
nie sowas Auffälliges machen.
V.
Lesen
bildet. Aber die Mädels auf dem Titelblatt der Bildzeitung
sind auch nicht ohne.
VI.
"Seit
wann gibt es eigentlich die Frankfurter Buchmesse?" fragt
mich neugierig der kulturell beflissene Erstklässler.
Woher soll ich das wissen? Mich interessiert nur, wann sie
wieder zuende ist.
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