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Al-Qaida-Parodie
von Bully Herbig spaltet die Welt
So
lange Bully als das Flagschiff des deutschen Comedy-Kinos
Trekkies, Wallace-Krimis und Karl May humoristisch dechiffrierte,
konnte der Cineast getrost zuhause bleiben und den Kinosaal
dem Neo-Kretinismus der jungen Spass-Generation überlassen.
Doch mit seinem neuen Film "Bin Baden" verstört
Bully nicht nur seine jungen Anhänger, sondern auch das
deutsche Kultur-Establishment. Es gibt sogar Stimmen, die
einem Verbot des Streifens das Wort reden, nicht nur bei Attac
und NPD, sondern auch bei Mitgliedern des Bundestages und
diversen christlichen Kulturvereinen.
Worum
geht es eigentlich in diesem Film? Eigentlich hält er
sich an das bewährte Bully-Schema: Ursprüngliche
Helden des jeweiligen Genres werden effekthascherisch als
lächerliche und schwule Weichlinge dekonstruiert, die
mit ihren Vorhaben gnadenlos zum Scheitern verurteilt sind.
Nicht anders bei "Bin Baden": Der pädophile
Terrorfürst treibt es gerne mit kleinen Jungs in der
Sauna, so mit seinen Lieblingen "Atta" und "Binamschiffn".
Doch nun kommt die weibliche Hete "Elke-Ida" ins
Spiel und droht die beiden Jungs umzudrehen, die dadurch in
einen windelweichen Identitätskonflikt gestürzt
werden. Bin Baden weiß nur einen Rat: Die beiden Jungs
müssen "die zwei Schwänze" des Ober-Hetero
"Busch" knicken, wollen sie nicht auf ewig den Weibern
verfallen.
Bin
Baden schickt die beiden also auf ein gefährliches "Pimmelfahrtskommando".
Und natürlich scheitern sie an dieser Aufgabe, weil Atta,
gespielt von Rudolf Mooshammer, kurz vor dem Höhepunkt
lieber mit Daisy knuddelt als sich auf den Steuerknüppel
zu versteifen. Die beiden Schwänze im Busch bleiben also
unversehrt, während Atta und Binamshiffn (kongenial gespielt
von Olli Dittrich) für immer am anderen Ufer bleiben
und sich in die schöne Elke-Ida vertiefen. Da helfen
auch Bin Badens verzweifelte Hardcore-Videos nichts mehr.
Kritiker
weltweit werfen Bully wahlweise Verharmlosung, Verunglimpfung
oder Förderung des Terrorismus, Homophobie, Gustopathie
und Plagiat vor. Man kann also aus einer Vielzahl von guten
Gründen wählen, um diesen Film zu boykottieren.
Und warum, so fragen sich unsere Leser zurecht, wird dieser
Film dann bei uns in der ERZ-Redaktion überhaupt besprochen?
Ganz einfach: Um vor ihm zu warnen. Bleiben Sie daheim und
lesen Sie lieber ein gutes Buch von Ayn Rand oder Charles
Bukowski!
Naomi
Braun-Ferenczi
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Filmplakat von "Bin Baden", gedreht angeblich in
den Bergen Afghanistans

Rudolf Mooshammer als modischer Bruchpilot "Atta"

Anke
Engelke als "Elke-Ida" und Olli Dittrich als "Scheich
Binamshiffn"

Bully Herbig als "Bin Baden" auf
einer schwulen Video-Botschaft

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